Ausstellung über Carl Friedrich Gauß
Sie ist im Historischen Museum Schloss Gifhorn bis zum 19. Oktober zu sehen.
Dies ist eine Pressemitteilung der Gemeinnützigen Bildungs- und Kultur GmbH des Landkreises Gifhorn.
Eine faszinierende Ausstellung über Carl Friedrich Gauß ist zurzeit im Historischen Museum Schloss Gifhorn zu sehen. „Mir zur Freude, euch zum Nutzen. Carl Friedrich Gauß´ Wirken für die Wissenschaft“ ist die Schau überschrieben. Das Team des Museums hat sich mit der Beschäftigung des im nahen Braunschweig geborenen historischen Superstars eine große Aufgabe zu einem großen Thema gestellt. Als regionales Museum nimmt das Haus die Spuren in den Blick, die Gauß im heutigen Landkreis Gifhorn hinterlassen hat. Es spürt beispielsweise den Vermessungspunkten im Zuge der Landesvermessung des Königreiches Hannover nach, wie zum Beispiel der Kirche St. Nicolai in Gifhorn und besonders dem Wohlenberg bei Leiferde.
Doch dem Kuratorenteam Birthe Lehnberg, Alexa von der Brelje, André Sieland und Siegmar Liebig ist eine Geschichtserzählung gelungen, die weit über diese Ebene hinausgeht. Im 170. Todesjahr des Mannes, der als Fürst der Mathematik den meisten Menschen nicht nur als Antlitz eines alten Zehnmark-Scheins vertraut ist, nimmt das Team das universelle Schaffen des Gelehrten, aber auch den überraschend zurückgezogenen, sparsamen Menschen Gauß in den Blick.
Aufgespannt werden die mannigfaltigen Netzwerke und Beziehungen des Gelehrten auf ganz unterschiedlichen Ebenen. So wird scheinbar ganz nebenbei die interdisziplinäre Breite von Gauß sichtbar. Er, dessen wissenschaftliche Betätigung von der Mathematik über die Astronomie, Physik und vor allem Geodäsie bis hin zum Instrumentenbau reichte und der dabei weltweiten Ruhm erlangte, kommunizierte – gern in den spätesten Abendstunden – vielfach und vielsprachig. Aus den erhalten gebliebenen Korrespondenzen geht sein tiefes Interesse für alles wissenschaftlich Unergründete und Unbewiesene hervor. Dabei legte Gauß stets Wert darauf, als Mensch im Dienste der Menschen zu stehen, die größte Betonung legte er auf das Ziel, ohne auf Äußerliches oder gar Anerkennung zu schauen. Sein persönliches Siegel trägt die Inschrift „Pauca sed matura – Weniges, aber Reifes“. Es ist, neben anderen raren historischen Stücken aus seinem Besitz sowie teils noch nie gezeigten zeitgenössischen Instrumentarien, in der Ausstellung zu sehen. Es gibt ein umfassendes Begleitprogramm.
Sonderausstellung
„Mir zur Freude, euch zum Nutzen. Carl Friedrich Gauß´ Wirken für die Wissenschaft“
bis 19. Oktober 2025
Historisches Museum Schloss Gifhorn
Schlossplatz 1 | 38518 Gifhorn
Öffnungszeiten
Dienstag und Mittwoch 10 bis 13 Uhr
Donnerstag und Freitag 14 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage 11 bis 17 Uhr
E-Mail an info@museen-gifhorn.de | www.museen-gifhorn.de