Einweihung der Erweiterung der BBS 1 Gifhorn

Das Kompetenzzentrum wurde feierlich eröffnet. 

Bild vergrößern: Einweihung der Erweiterung der BBS 1 Gifhorn Bild: © Landkreis Gifhorn
Dominik Meyer zu Schlochtern, Erster Kreisrat des Landkreises Gifhorn, während seiner Rede anlässlich der Eröffnung des Kompetenzzentrums an den Berufsbildenden Schulen 1 in Gifhorn.

Von der Entwicklung des pädagogischen Konzeptes über die Einbeziehung der vorhandenen Bausubstanz bis zur Umsetzung und Realisierung der geplanten Maßnahmen steht der Neubau des Kompetenzzentrums für eine sehr gelungene und erfolgreiche Zusammenarbeit von Schule, Verwaltung und Politik.

Meilensteinplan

2017-2018: Erstmalige Vorstellung des pädagogischen zukünftigen Konzepts der BBS 1 im Arbeitskreis Schulische Entwicklungsplanung durch die Schulleitung. Weiterführende Gespräche und gemeinsame Besichtigung durch Schule, Politik und Verwaltung von bereits vergleichbaren Projekten. Als Ergebnis aus diesen Gesprächen und der Besichtigung wurden Modifizierungen des Konzeptes vorgenommen.

2019: Erstellung einer Machbarkeitsstudie auf Basis des abgestimmten Konzeptes

2020/2021: Vorstellung der Machbarkeitsstudie in den politischen Gremien

2021: Beschluss zur weitergehenden Planung

  • Planung: Neubau, zweigeschossig (Selbstlernzentrum, Studios, Mehrzweckraum)
  • Besonderheit: Umsetzung von Maßnahmen zur Nachhaltigkeit (beispielsweise Klimaschutz) wurden mit beschlossen

2022: Kreistagsbeschluss zur Aufstockung um ein zweites Obergeschoss (= drei Vollgeschosse)

2023: Baugenehmigung im März durch die Stadt Gifhorn erteilt

2023: Im Mai Abbruch alte Werkhalle und Vorbereitung weiterer Maßnahmen,
Verlegung Kabeltrasse und Fettabscheider Lehrküche

2023: Am 22.08.2023 fand die Grundsteinlegung statt

2025: Im August wurde der Neubaubau des Kompetenzzentrum in Betrieb genommen. Ab September 2025 startet der Umbau und die Sanierung des Bauteils A3.

Bild vergrößern: Einweihung der Erweiterung der BBS 1 Gifhorn 01 Bild: © Landkreis Gifhorn
Zusätzliche moderne Unterrichtsräume sind entstanden.

Bauliche Veränderungen am Standort der BBS 1 unter Berücksichtigung des pädagogischen Konzeptes

Bestandsgebäude/-bauteile:

  • A1-A3: Bestandsgebäude von 1955 mit Erweiterung von 1969, beinhaltet Unterrichtsräume, Sanierung des A-Traktes nach Fertigstellung Neubau
  • A4 Werkhalle: Zu Beginn der Erweiterungsarbeiten wurde die Halle abgebrochen und die freigewordene Grundstücksfläche wird zum Standort für den neuen Erweiterungsbau Kompetenzzentrum
  • B: Zwischengang mit Haupteingang mit Pausenhalle, Verwaltung und Unterrichtsräumen
  • C: Bestandsgebäude, Unterrichtsräume, Cafeteria, Lehrküchen 

Erweiterungsbau Kompetenzzentrum:
Pädagogische Neukonzeption der Bereiche Sozialpädagogik und Pflege durch BBS 1

  • Sozialpädagogik: Veränderte räumliche Voraussetzungen, offenes Lernkonzept (Studios)
  • Pflege: Einbindung von Fachpraxiseinheiten im Unterricht durch kombinierte AUR-Fachpraxis-Räume
  • Attraktivitätssteigerung der Lernumgebung
  • Gleichzeitig bereits positive Schülerzahlenentwicklung im Bereich Sozialpädagogik/Pflege (steigender gesamtgesellschaftlicher Bedarf)
  • Selbstlernzentrum für gesamte Schule
  • Mehrzweckraum (ermöglicht größere Schulveranstaltungen oder mehrtägige Aufbauten, Messen) als Ersatz für Cafeteria (gleichzeitig Hauptflur der Schule) → Schule hatte de facto keinen adäquaten Veranstaltungsraum, da beispielsweise auch keine eigene Sporthalle
  • Außengestaltung des Innenhofes/zu dem Zeitpunkt Vorgriff auf Schulhofkonzept für alle kreiseigenen Schulen
Bild vergrößern: Einweihung der Erweiterung der BBS I Gifhorn 02 Bild: © Landkreis Gifhorn
Moderne Möbel bieten die Möglichkeit für fachlichen Austausch.

Zahlen/Daten/Fakten

Planerischer Ansatz: Bei dem Bauvorhaben „Erweiterung und Umbau der BBS I“ handelt es sich um die Sanierung eines Gebäudeteils und der Errichtung eines dreigeschossigen Erweiterungsbaus, der einen offenen, selbstorganisierten Lernansatz räumlich abbildet. Ein entwickeltes Raumprogramm beruht auf dem pädagogischen Ansatz für Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Kooperation und sieht offene Lernumgebungen und flexible Klassenräume vor. Im Fokus stehen vor allem die Fachbereiche Pflege und Sozialpädagogik.

Baukonstruktion: Es entstand ein dreigeschossiger Rohbau mit einer Tragkonstruktion aus Betonwänden- und Betonstützen, ergänzt mit einigen Mauerwerksaußenwänden. Die Tragkonstruktion mit großen Spannweiten ermöglicht eine flexible Nutzung der Gebäudeinnenflächen und große Öffnungen in den Außenwänden. Im Innenbereich wurden die Wände weitgehend in Ständerbauweise mit erhöhten Schallschutzeigenschaften errichtet. Zwei Treppenhäuser und ein Aufzug sorgen für die Erschließung des Gebäudes. Das Gebäude ist mit einer Lüftungsanlage ausgestattet. Decken mit sehr guten akustischen Eigenschaften sowie Wandabsorber sorgen in Zusammenhang mit der Möblierung und dem Kautschukbodenbelag für eine gute Gesamtakustik im Gebäude.

In den Selbstlernzentren und dem Mehrzweckraum im Erdgeschoss sorgen Decken in warmen Farben im Zusammenspiel mit dem Bodenbelag in Holzoptik und der Beleuchtung für eine Wohlfühlatmosphäre. Wandverkleidung in Holzoptik und Sitznischen in kräftigen Farben sollen in den Fluren dafür sorgen, dass sich Schüler und Lehrer auch in den Pausen wohlfühlen können.

Insgesamt waren 29 Gewerke auf der Baustelle tätig und haben mit ihrer Arbeit zum Gelingen der Baumaßnahme beigetragen. Bei der Errichtung des Gebäudes wurden ca. 120 Tonnen Betonstahl, ca. 1100 Kubikmeter Beton und ca. 1200 Quadratmeter Gipskartonplatten verarbeitet. Die Außenfassade wurde mit ca. 1250 Quadratmeter Fassadenplatten verkleidet. 15 Kilometer Kabel in verschiedenen Dimensionen wurden im Zuge der Elektroinstallationen verbaut.

Flächen: Folgende Flächen werden in der Gesamtmaßnahme abgebildet:

Unterrichtsfläche: 639 m²
Multifunktionsräume: 514 m²
Selbstlernbereich/Selbstlernzentrum: 309 m²
Campus Studios: 183 m²
Mehrzweckraum: 204 m²
Nebenräume: 705 m²
Gesamtes Projekt Nutzfläche 2.554 m²
Davon Neubau: 1.939 m²
Davon Umbau und Sanierung BT A3: 615 m²

Baukosten: 9 Millionen Euro Neubau einschließlich Abbruch Werkhalle zuzüglich rund 550.000 Euro für die der Fachunterrichtsräume, Möblierung und weitere Ausstattung. Die Sanierung des A3-Gebäude (ab September 2025) liegt geschätzt bei rund 1,8 Millionen Euro.

Beauftragte Büros:
Architekt: Die Planschmiede 2KS GmbH
Alte Molkerei 4
29386 Hankensbüttel

Tragwerkplanung: siehe oben

Technische Gebäudeausstattung: siehe oben

Wärmeschutz, Akustik: siehe oben

Außenanlagen: planwerk salzwedel GmbH
Neutorstraße 24
29410 Salzwedel

Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator:
Ingenieurbüro Meyer
Dipl.-Ing. Beate Klasen
Altes Dorf 2
29559 Wieren

02.09.2025