Informationshaus Drömling

Nach der im September 2023 erfolgten Anerkennung als länderübergreifendes UNESCO-Biosphärenreservat, welches aufbauend auf die erfolgreich umgesetzten Naturschutzgroßprojekte im Niedersächsischen und Sachsen-Anhaltinischen Drömling mit dem gemeinsam eingeschlagenen Weg entstanden ist, gilt es bei dem Erreichten und der positiven Entwicklung die Öffentlichkeit noch stärker teilhaben zu lassen. Gleichzeitig soll weiter für Akzeptanz für Erhaltungs-, Entwicklungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen von Lebensräumen mit den entsprechenden Arten geworben werden.

Bild vergrößern: Perspektive Informationshauses Drömling aus Südwesten Bild: cognitio Kommunikation & Planung GmbH
Informationshauses Drömling Perspektive aus Südwesten

Das Informationshaus an der ehemaligen Zollaußenstelle Rühen am Mittellandkanal soll zur Besucherlenkung und Weiterentwicklung von Netzwerken im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Drömling beitragen. Es soll sich zu einem attraktiven niedersächsischen Tor in den Drömling entwickeln. Von hier aus finden die BesucherInnen, die es vor allem an sonnigen Tagen aus Gifhorn, Wolfsburg, Helmstedt, Braunschweig und der umliegenden Region in den Drömling lockt, ihren Weg in die Natur. Weitere Einrichtungen mit spannenden Angeboten, wie den Bohlensteg an der Infostelle Buchhorst, der Flachwasserzone am Infopunkt Kämkerhorst, der Autostadt als Partner des Biosphärenreservates oder weitere geplante Einrichtungen liegen im Gebiet und sollen von hier aus verstärkt beworben und der Weg dorthin gelenkt werden.

Bild vergrößern: Lage des Informationshauses im UNESCO-Biosphärenreservat Bild: © Biosphärenreservatsverwaltung
Lage des Informationshauses im UNESCO-Biosphärenreservat

Im Kontext mit der Bedeutung der Niedermoore für den Drömling und seine Artenvielfalt soll es zu einem Aushängeschild für den Klimaschutz und die Biologische Vielfalt werden. Das Informationshaus bietet auch Raum zum Austausch und Abstimmung mit Bewirtschaftern der Naturschutzflächen sowie zur Beratung insbesondere für Nachhaltigkeitsprojekte.

Vielfalt und Potentiale der Region sollen den Menschen bewusstgemacht werden. Das Informationshaus ist für verschiedene Zielgruppen konzipiert: von Familien, über Reisegruppen und Schulklassen bis hin zu Kindergartengruppen. Es soll ebenso zu einem attraktiven Ausflugsziel, wie zu einem Baustein für „Erlebnistage“ werden. Neben der im Mittelpunkt stehenden Umweltbildung, wollen wir durch eine erlebnisorientierte Konzeption Impulse für einen nachhaltigen Tourismus im Drömling geben.

In Abstimmung mit dem Niedersächsischen Umweltministerium soll die Errichtung des Informationshauses Drömling in zwei Projekt-Bausteinen mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) über die EU-Förderrichtlinie Landschaftswerte umgesetzt werden.

Im Zuge der ebenfalls über Landschaftswerte geförderten Konzeptionserstellung und Planerarbeitung des Informationshauses Drömling bis zur Entwurfsplanung unter workshopbasierter Einbindung der vor Ort handelnden Akteure bestehend aus den Trägern des abgeschlossenen Naturschutzgroßprojektes (Landkreis Gifhorn, Landkreis Helmstedt, Stadt Wolfsburg), dem Land Niedersachsen mit NLWKN, den Drömlingsgemeinden sowie der Biosphärenreservatsverwaltung Oebisfelde, örtlicher Institutionen und Partner wie Vereine, Land - und Forstwirtschaft ist eine umsetzbare Konzeption (siehe Gebäudeskizze) entwickelt worden. Die Umsetzung ist über die Aufteilung in zwei Projektbausteine im Rahmen der EFRE-Förderung Landschaftswerte vorgesehen. Den einen Baustein bildet die Errichtung des Gebäudes und der Außenanlagen einschließlich Pavillons und Aussichtsturm und den anderen Baustein bildet die Ausstellung mit Infoinfrastruktur im Gebäude und im Außenbereich.

Entsprechende Förderanträge zur Förderrichtlinie „Landschaftswerte“ des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wurden eingereicht, diese fördert Projekte, die einen nachhaltigen Beitrag zur Bewahrung, zum Schutz und zur Förderung des Natur- und Kulturerbes leisten und zur Entwicklung von Natur- und Landschaft und nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung beitragen