Erfolgreicher Fachtag „KI in der Jugendarbeit und Schule“

Eine Arbeitsgruppe soll die Tools in die Praxis bringen.

Bild vergrößern: Jugendliche arbeiten an Laptops. Bild: © Rido – stock.adobe.com
Die Teilnehmenden des Fachtags diskutierten auch, welche Fähigkeiten zukünftige Generationen benötigen, um sinnvoll und verantwortungsvoll mit technologischen Entwicklungen umzugehen. (Symbolfoto)

Unter dem Motto „KI in der Jugendarbeit und Schule“ fand in der Kreisvolkshochschule Gifhorn der diesjährige Fachtag des Präventionsbündnisses für ein friedfertiges Gifhorn statt. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: Zahlreiche Teilnehmende aus Schule, Jugendarbeit und weiteren Institutionen nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit den Chancen und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) auseinanderzusetzen. Den Auftakt bildete ein inspirierender Impulsvortrag von Prof. Dr. Bozana Meinhardt-Injac von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin. Unter dem Titel „Schule und Jugendarbeit im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz: Ein Lernprozess für alle?“ beleuchtete sie die Potenziale und Risiken von KI im pädagogischen Kontext und zeigte eindrucksvoll, wie Technologie, Lernen und individuelle Entwicklung miteinander verknüpft sind.

Besonders spannend: Die Veranstaltung wurde mitgezeichnet, so dass die Inhalte auch später in Form eines gezeichneten Protokolls verfügbar sind. In den anschließenden Workshop- Phasen ging es praxisnah zur Sache – einige KI-Tools wurden live ausprobiert, was für viele Teilnehmende ein echter Aha-Moment war. Die Workshops boten neue Erkenntnisse und konkrete Ansätze für die Praxis, unter anderem zu folgenden Themen:

  •  Nutzungsmöglichkeiten von KI in der Jugendarbeit
  • Chancen und Risiken der KI-Nutzung in der Schule
  • Digitale Risiken durch im Internet veröffentlichte Fotos von Kindern und Jugendlichen
  • Praktische Anwendung von KI-Tools in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Ein zentrales Ergebnis: KI entwickelt sich rasant und verändert bereits heute das Berufsleben grundlegend. Es gibt inzwischen sogar Chatbots, die Jugendberatungen unterstützen können, und Plattformen, die Kindern und Jugendlichen völlig neue Lernmöglichkeiten eröffnen. Die Teilnehmenden diskutierten auch, welche Fähigkeiten zukünftige Generationen benötigen, um sinnvoll und verantwortungsvoll mit technologischen Entwicklungen umzugehen.

Nächster Fachtag am 08.12.2026 zum Thema „Gelingender Schulalltag“ 

Im Fachbereich Jugend des Landkreises Gifhorn wurde eine Arbeitsgruppe "KI – Einsatz in der Jugendhilfe" gegründet. Ihr Ziel ist es, die vorgestellten Tools in die Praxis zu bringen und Lösungen zu entwickeln, die sowohl die Arbeit der Sachbearbeitungen vereinfachen als auch den Einsatz im direkten Kontakt mit Klientinnen und Klienten ermöglichen. Damit wird ein wichtiger Schritt getan, um die Potenziale der Technologie verantwortungsvoll und praxisnah zu nutzen.

Die Resonanz war durchweg positiv: Der Fachtag hat gezeigt, wie zwingend notwendig die Auseinandersetzung mit digitalen Entwicklungen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist – und wie viele Chancen KI bietet, um pädagogische Prozesse zu bereichern. Darüber hinaus bot der Fachtag eine wertvolle Gelegenheit, regionale Akteure miteinander zu vernetzen und den Austausch über gemeinsame Perspektiven zu fördern. Das Präventionsbündnis dankt allen Referentinnen und Referenten sowie den Teilnehmenden für ihr Engagement.

Der nächste Fachtag findet am 08.12.2026 zu dem Thema „Gelingender Schulalltag“ statt. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, wie eine zukünftige Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule aussehen könnte und welche Zukunftskompetenzen Kindern und Jugendlichen vermittelt werden sollten. Als Hauptreferent konnte Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach gewonnen werden.

17.12.2025