Grippeschutzimpfung 2025 – Wann, wie und für wen sinnvoll?
Das Gesundheitsamt des Landkreises Gifhorn klärt auf.
"Die Grippeschutzimpfung ist ein wirksamer Schutz – vor allem für ältere Menschen und Risikogruppen. Ich empfehle allen Bürgerinnen und Bürgern, das Angebot in Anspruch zu nehmen, um sich und andere zu schützen. Lassen Sie uns gemeinsam dazu beitragen, dass die Grippesaison möglichst mild verläuft." In diesem Sinne rät Dominik Meyer zu Schlochtern, Erster Kreisrat des Landkreises Gifhorn, dazu, sich die Grippeschutzimpfung verabreichen zu lassen.
Eine einmalige Impfung – am besten bereits ab Oktober bis Mitte Dezember – bietet in der Regel einen ausreichenden Schutz für die gesamte Grippesaison. Da sich das Grippevirus leicht verändern kann, werden die entsprechenden Impfstoffe jährlich angepasst, damit ein bestmöglicher Schutz erzielt werden kann.
Die Influenzaimpfung muss jedes Jahr erneuert werden
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Nutzung von Vierfach-Impfstoffen, sogenannte quadrivalente Impfstoffe. Diese schützen gegen vier verschiedene Grippevirussubtypen, welche – voraussichtlich – in der nächsten Grippesaison am häufigsten auftreten werden. Bei älteren Personen ist die Immunantwort reduziert, wodurch die Wirksamkeit der Grippeschutzimpfung etwas geringer ausfallen kann. Aus diesem Grund empfiehlt die STIKO, dass Personen ab 60 Jahre eine Impfung mit einem Hochdosis-Impfstoff erhalten, welcher in dieser Altersgruppe wirksamer als der Standard-Impfstoff ist.
Die Influenzaimpfung muss jedes Jahr erneuert werden. Der Körper baut als Reaktion auf die Impfung Antikörper auf, die bis zu sechs Monate wirksam sind. Der Impfschutz ist etwa zwei Wochen nach der Impfung aufgebaut. Die Impfung wird in den Oberarmmuskel gegeben. Sie ist in der Regel gut verträglich. Die inaktivierten Grippe-Impfstoffe können in allen Stadien der Schwangerschaft verabreicht werden. Als Impfreaktionen können Schmerzen an der Einstichstelle, Kopf- und Gliederschmerzen sowie erhöhte Temperatur auftreten. Dies sind Belege einer Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems. Sie stellen keine Komplikationen dar und klingen gewöhnlich nach kurzer Zeit wieder ab.
Die STIKO am Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt die Influenzaimpfung allen Personen über 60 Jahren, Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel, Personen ab sechs Monaten mit chronischen Grunderkrankungen und medizinischem Personal. Zu medizinischem Personal zählt auch das Personal von Alters- und Pflegeeinrichtungen. Für all diese genannten Personengruppen übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten der Impfung.
Personen ab 60 Jahren und Personen mit chronischen Grunderkrankungen sollten bei der Grippeschutzimpfung auch den Impfschutz gegen Pneumokokken überprüfen lassen. Pneumokokken sind häufige Erreger von bakteriell verursachten Lungenentzündungen. Wenn sowohl die Impfung gegen Grippe als auch gegen COVID-19 empfohlen ist, ist die gleichzeitige Verabreichung beider Impfstoffe möglich. Die Injektionen sollen dabei jeweils an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen.
Die STIKO empfiehlt aktuell generell eine Basisimmunität ab 18 Jahren sowie Basisimmunität und jährliche Auffrischungsimpfungen für bestimmte Personengruppen, sofern die letzte Corona-Schutzimpfung oder Corona-Infektion mindestens zwölf Monate zurückliegt.