InnoNetz Wasser - Innovationsnetzwerk Wasser
Rahmendaten:
- Laufzeit: 01.01.2026 - 31.12.2028
- Region: Landkreis Gifhorn und Region SüdOstNiedersachsen
- Assoziierte Partnerschaften: Technische Universität Braunschweig Leichtweiss-Institut für Wasserbau Abteilung Hydrologie und FLussgebietsmanagement, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Campus Suderburg, Landkreis Peine, Stadt Wolfsburg.
- Förderschwerpunkt: Netzwerkbildung, Wissenstransfer und Projektentwicklung im Kontext innovatives Wassermanagement (Fokus Klimaschutz/ Klimaanpassung).
Die Grundwasserentwicklung im landwirtschaftlich geprägten Landkreis Gifhorn ist seit Jahren kritisch. Der Nutzungsdruck durch Landwirtschaft, Siedlungen und Klimawandel erfordert innovative Konzepte für ein zukunftsfähiges Wassermanagement. Im Februar 2023 wurde das „Forum Wasser“ gegründet, ein freiwilliger Zusammenschluss aus Verwaltung, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Naturschutz. Darauf aufbauend soll das Projekt „InnoNetz Wasser“ den Zusammenschluss professionalisieren, stabile Strukturen schaffen und wissenschaftliche Expertise einbinden. Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung innovativer Maßnahmen zur Sicherung der Wasserverfügbarkeit und -qualität in der Region.
Zielsetzungen & konkrete Maßnahmen
- Professionalisierung und Aufbau des Netzwerks zur Förderung von Wissensaustausch und Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wissenschaft und regionalen Institutionen.
- Kommunikation und Wissenstransfer beispielsweise über Workshops, Medienkampagnen, Exkursionen und regionale Austauschformate wie Fachkonferenzen und Netzwerktreffen.
- Entwicklung einer langfristigen Netzwerkstrategie gemeinsam mit den Hochschulen zur Verstetigung und strukturellen Verankerung.
- Initiierung und Umsetzung innovativer Pilotprojekte mit Modellcharakter für SüdOstNiedersachsen, z. B. Entwicklung eines Projektes zur Umsetzbarkeit landwirtschaftlicher Wasserwiederverwendung bzw. Überführung der Erkenntnisse des Projektes in die Praxis und Projekte zur Regenwasseraufbereitung an Kreisstraßen.
Innovationsgehalt
- Interdisziplinärer Netzwerkaufbau mit Verwaltung, Wissenschaft, Wasserwirtschaft und Landwirtschaft.
- Verknüpfung von Klimaanpassung und Klimaschutz im Wassermanagement
- Entwicklung einer Verstetigungsstrategie zur Integration in die Verwaltungsstrukturen.
- Kombination technischer Innovationen mit naturräumlichen und planerischen Maßnahmen.
- Übertragbarkeit der Lösungen auf andere Regionen.
Beispielhafte Maßnahmen
- Technische und planerische Maßnahmen zur Verbesserung des Wassermengenmanagements, z.B. Niederschlagswasser-Rückhalt, effiziente Bewässerung, Grundwasserneubildung, Hochwasserschutz und wassersensible Stadtplanung.
- Neuprojektierung nach Vorlage des Projekts „HypoWave“ zur Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft mit wissenschaftlicher Unterstützung beispielsweise mit Neuausrichtung auf andere Gemüse oder Pflanzensorten.
- Nutzung von Best-Practices als Lernorte zur Förderung des Technologie- und Wissenstransfers.
Zielgruppen
- Kommunale Verwaltungen sowie Wasserver- und Entsorger, Wasser- und Bodenverbände.
- KMU der Wasserwirtschaft
- Forschungseinrichtungen und Hochschulen (z.B. TU Braunschweig, Ostfalia)
- Wirtschaftsförderungen und Akteur*innen der Wasser- und Landwirtschaft
- Bevölkerung der Region (Sensibilisierung und Beteiligung)
Das Netzwerk arbeitet eng mit regionalen Partner*innen aus Kommunen und Hochschulen zusammen und fungiert als Modellprojekt für SüdOstNiedersachsen und darüber hinaus.