Jugendkonferenz setzt ein deutliches Zeichen für Beteiligung
Jugendliche entwickeln klare Forderungen.
In der Aula des Humboldt-Gymnasiums Gifhorn fand am 14. November die Jugendkonferenz statt. Jugendliche arbeiteten gemeinsam an Ideen zu Beteiligung, Mobilität und jugendgerechten Angeboten im Landkreis Gifhorn. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Kreisjugendring und der Kreisjugendpflege des Landkreises Gifhorn. Der Erste Kreisrat Dominik Meyer zu Schlochtern betonte in seinem Grußwort die Bedeutung echter Mitbestimmung: „Jugendliche wissen selbst am besten, was ihre Lebenswelt braucht. Wir nehmen ihre Stimme ernst und wollen sie aktiv einbeziehen.“
Workshops mit klaren Ergebnissen
In zwei intensiven Workshopphasen erarbeiteten die Jugendlichen konkrete Maßnahmen zu den Themen Beteiligung, Mobilität, digitale Vernetzung und Begegnungsräume. Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, wie mehr junge Menschen erreicht und motiviert werden können. Die Jugendlichen formulierten dazu eigene Strategien. So sagte eine Teilnehmerin: „Wenn wir wollen, dass Jugendliche mitmachen, müssen wir da hingehen, wo sie sind. Nicht warten – hingehen, ansprechen, echte Gespräche führen.“ Eine weitere wichtige Forderung: Bessere Mobilität im ländlichen Raum. Ein Jugendlicher stellte fest: „Viele von uns brauchen einfach verlässlichere Wege, um überhaupt an Projekten oder Treffen teilnehmen zu können. Lange Fahrtzeiten und fehlende Busse bremsen uns aus.“ Die Jugendlichen entwickelten außerdem Ideen für Aktionen „von Jugendlichen für Jugendliche“, darunter spontane Wochenendaktionen, mobile Infostände, digitale Begegnungsräume und eine stärkere Sichtbarkeit der Jugendkonferenz in den sozialen Medien. Die Jugendlichen äußerten den Wunsch, stärker in schulische Fachkonferenzen eingebunden zu werden.
Dank und Ausblick
Die Veranstalter zeigten sich beeindruckt vom Engagement der Teilnehmenden: „Die Jugendlichen haben gezeigt, wie ernst sie Beteiligung nehmen. Unsere Aufgabe ist es nun, ihnen den Raum, die Mittel und die Unterstützung zu geben, die sie brauchen“, erklärten Kreisjugendring und Kreisjugendpflege. Ein besonderer Dank gilt der Moderation, den jugendlichen Teilnehmenden sowie der Vorsitzenden und der Stellvertretung des Ausschusses für Jugendhilfe, die mit ihrer Teilnahme und Unterstützung wesentlich zum Erfolg der Konferenz beigetragen haben. Die nächste Jugendkonferenz ist für Anfang März geplant. Bis dahin werden die Themen aus den Workshops weiterbearbeitet und Umfragen an Jugendliche versendet.