InnoNetz Wasser Presseinformationen & Berichte
Das Projekt InnoNetz Wasser bündelt innovative Ansätze für ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Wassermanagement im Landkreis Gifhorn bzw. für die Region SüdOstNiedersachsen. Auf dieser Seite informieren wir Sie fortlaufend über aktuelle Entwicklungen, Presseberichte und öffentliche Meilensteine unseres Netzwerks.
Neben offiziellen Pressemitteilungen finden Sie hier Rückblicke, Dokumentationen und Berichte zu vergangenen Veranstaltungen, Workshops und Fachforen. Erfahren Sie, wie wir gemeinsam mit Akteuren aus Wissenschaft, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Verwaltung an konkreten Lösungen zur Klimaanpassung und Ressourcenschonung arbeiten.
Bericht über die Auftaktveranstaltung
"InnoNetz Wasser" formiert sich
Mit innovativen Ideen Wasser schützen und nutzen….
Wie kann das Regenwasser in der Landschaft gehalten, wie kann die Anreicherung von Grundwasser verbessert, wie kann gereinigtes Abwasser genutzt werden? Das sind einige Fragen, die das neue Innovationsnetzwerk Wasser im Landkreis Gifhorn beschäftigt. Dazu sollen in den nächsten 3 Jahren primär durch Professionalisierung des Netzwerks ein Rahmen geschaffen werden, in dem Raum für Netzwerkarbeit zu komplexen Wasserthemen existiert und die Möglichkeit eröffnet innovative Pilotprojekte zu entwickeln.
Mehr als 40 Fachleute und Interessenvertreterinnen und -vertreter aus der Region konnten Kreisrätin Ute Spieler und der Kreistagsabgeordnete Friedrich Lührs zur Auftaktversammlung des Innovationsnetzwerkes Wasser („InnoNetz Wasser“) im Rittersaal des Gifhorner Schlosses begrüßen.
Nur gemeinsam sei es möglich, die vielfältigen Ansprüche an das Element Wasser auszugleichen und seine zukünftige Nutzung zu sichern. Die Böden werden auf Grund des Klimawandels immer trockener, trotz häufiger auftretenden Starkregenereignissen oder Überschwemmungen kann die Grundwasseranreicherung dessen Nutzung nicht ausgleichen.
Ziel des Netzwerkes „InnoNetz Wasser“ ist, die Kommunikation und der Wissenstransfer z.B. über Workshops und Fachkonferenzen zu ermöglichen, die als Folge eine Initiierung und ggf. Umsetzung innovativer Pilotprojekte mit Modellcharakter für Region SüdOstNiedersachsen gewährleisten. Dabei liegt der thematische Fokus auf Wassermengenmanagement & Klimaanpassung. Im Einzelnen:
- Professionalisierung und Aufbau des Netzwerkes zur Förderung von Wissensaustausch und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wissenschaft und regionalen Institutionen
- Kommunikation und Wissenstransfer bspw. über Workshops, Medienkampagnen,
Exkursionen und regionale Austauschformate, wie Fachkonferenzen & Netzwerktreffen
- Entwicklung einer langfristigen Netzwerkstrategie gemeinsam mit Hochschulen zur Verstetigung und strukturellen Verankerung
- Initiierung und Umsetzung innovativer Pilotprojekte mit Modellcharakter für SüdOstNiedersachsen
Schon der Vorläufer des „InnoNetz Wasser“ , das Forum Wasser, hatte spannende konkrete Projekte, wie u.a. den „Einstau“ von Regenwasser in bestehende Gräben, die Erstellung einer Handlungsempfehlung für Kommunen im Landkreis Gifhorn für den Umgang mit Niederschlagswasser und Hochwasser in Siedlungsgebieten, Initiierung einer Kooperationsveranstaltung zum Thema „Heckenpflege“ mit der LWK Niedersachsen, der KONU und dem Landkreis Gifhorn sowie dir Herstellung eines „neuen Altarms“ an der Aller entwickelt.
Darauf aufbauend soll das „InnoNetz Wasser“ den Zusammenschluss professionalisieren, stabile Strukturen schaffen und wissenschaftliche Expertise einbinden.
Gemeinsam Neues schaffen
Einleitend stellten die Professoren Prof. Dr. Klaus Röttcher (Ostfalia), Prof. Dr. Kai Schröter und Prof. Dr. Thomas Dockhorn (jeweilsTU Braunschweig), Ansätze und Beispiele aus ihren Arbeitsgebieten vor. Gemeinsam mit Vertretern von Boden- und Wasserverbänden, Beregnungsverbänden, Landwirtschaft, Naturschutz, Planungsbüros, Wasserbehörden und des Landkreiseses Gifhorn wurden erste Ideen in Workshops erörtert.
Speichergräben, Versickerung, Nutzung von geklärtem Abwasser
Nicht jede Maßnahme ist in jedem Teil des Landkreises umsetzbar. Zu unterschiedlich sind die regionalen natürlichen Rahmenbedingungen und die Nutzungen. In Teilbereichen könnten historische Grabensystemen, die früher schon zum Wassereinstau genutzt wurden, wieder reaktiviert werden. Aus Gebieten, in denen das Regenwasser nur zum Teil versickern kann, könnte das Regenwasser über eine Pipeline in anderen Bereichen versickert werden und das Grundwasser anreichern. Eine weitere Idee wäre ggf. das Okerhochwasser gezielt in der Landschaft versickern zu lassen. Im Landkreis Gifhorn sollen die Kläranlagen in Zukunft über eine vierte Reinigungsstufe verfügen. Dieses Wasser könnte für unterschiedliche Zwecke genutzt werden. Welche Kläranlagen dafür in Frage kommen und welche Nutzungen wirtschaftlich damit betrieben, soll entwickelt werden.
Gifhorner LandschaftsWasser-Konzept
Unter diesem Stichwort wird kein neuer Papiertiger verstanden, sondern die Übertragung von erfolgreichen Beispielen in andere Regionen. Wo kann welche Maßnahme kurzfristig umgesetzt werden? Neue Wasserregelungen müssen meist vor Ort umgesetzt und betrieben werden. Dazu sind die lokalen Akteure zu informieren, zu schulen und mit den Universitäten zu vernetzen, damit frühzeitig Informationen z.B. kleinklimatische Veränderungen oder Pegelstände in Echtzeit gemessen und entsprechende Maßnahmen eingeleitet und evaluiert werden können.
Projektgruppen greifen Vorschläge auf
Die Projektgruppen werden unter Leitung der Professoren Prof. Dr. Klaus Röttcher (Ostfalia), Prof. Dr. Kai Schröder und Prof. Dr. Thomas Dockhorn (TU Braunschweig) nun die Ideen aufgreifen, vertiefen und nach Möglichkeit erste Projektideen initiieren. Im Rahmen des Austauschs und der Erarbeitung von Projektideen wird der Landkreis Gifhorn diese Projektgruppen begleiten, Fachveranstaltungen durchführen, weitere Netzwerktevents organisieren und die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen.