Aktionsplan/Handlungsplan Inklusion 2019
Inklusion betrifft alle Menschen – sie bereichert das gesellschaftliche Zusammenleben.
Die UN-Behindertenrechtskonvention, die die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2009 ratifiziert hat, unterstreicht diesen Anspruch und liefert wichtige Impulse für die kommunale Arbeit.
In den vergangenen anderthalb Jahren wurden im Landkreis Gifhorn zahlreiche wertvolle Ideen gesammelt – in Workshops, Gesprächsrunden und Diskussionen mit Vereinen, Unternehmen, Gemeinden sowie mit Menschen, die aus eigener Erfahrung wissen, welche Voraussetzungen für eine inklusive Gesellschaft notwendig sind.
Allen Beteiligten gilt ein herzlicher Dank für ihr Engagement! Es trägt dazu bei, den Aktionsplan praxisnah und wirkungsvoll zu gestalten.
Aktuell befindet sich der Landkreis in der Umsetzungsphase: Die eingegangenen Vorschläge werden konkretisiert und mit den zuständigen Stellen abgestimmt. Ziel ist ein praxistaugliches Arbeitspapier mit klaren Schritten zur Förderung von Inklusion im Landkreis.
Auch der neue Handlungsplan wird wieder verschiedene Handlungsfelder umfassen, unter anderem:
Freizeit, Kultur und Tourismus
Sport und Bewegung
Gesundheit und Pflege
Mobilität
Bauen und Wohnen
Bildung und Erziehung
Arbeit und Beschäftigung
Nach dem Niedersächsischen Behindertengleichstellungsgesetz (§12 NBGG) ist der Landkreis verpflichtet, alle fünf Jahre bestimmte Maßnahmen umzusetzen, darunter:
Durchführung von Inklusionskonferenzen zur Beteiligung relevanter Akteure vor Ort mit dem Ziel,
→ Inklusion auf örtlicher Ebene zu stärken
→ ein koordiniertes Vorgehen zu gewährleisten
Erstellung eines Inklusionsberichts, der
→ den aktuellen Stand der Inklusion (Ist-Analyse) dokumentiert
→ die voraussichtliche Entwicklung der Inklusion im Landkreis beschreibt
Der Landkreis Gifhorn verfolgt das Ziel, Inklusion als gelebte Realität im Alltag sichtbar und spürbar zu machen.
Der Handlungsplan dient dabei als Grundlage für ein strukturiertes und abgestimmtes Vorgehen, bündelt Maßnahmen und bietet Orientierung zur Entwicklung und Umsetzung von Inklusion vor Ort.
Interessierte Personen, die Anregungen einbringen möchten, können gerne Kontakt zum Landkreis aufnehmen.