Fachtag „Lern- und Lebensort Schule“ am 8. Dezember 2026 

Präventionsbündnis für ein friedfertiges Gifhorn bringt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammen.

Bild vergrößern: Vier Jugendliche schauen lächelnd in die Kamera. Bild: © Drobot Dean – stock.adobe.com
Im Mittelpunkt des Fachtags stehen aktuelle Herausforderungen, innovative Lösungsansätze und die Frage, wie Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung bestmöglich unterstützt werden können.

Wie können Schulen junge Menschen heute bestmöglich begleiten und auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten? Welche Rolle spielen dabei Jugendhilfe, Jugendarbeit, Bildungsgerechtigkeit und digitale Medien? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Fachtag „Lern- und Lebensort Schule: Impulse für die Zukunft“, zu dem das Präventionsbündnis für ein friedfertiges Gifhorn am 8. Dezember 2026 von 9:00 bis 15:00 Uhr in die Kreisvolkshochschule Gifhorn einlädt.

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Fachkräfte aus Schule, Jugendhilfe, Schulsozialarbeit, Verwaltung, Vereinen und weiteren Bildungsbereichen als auch an interessierte Schülerinnen und Schüler und an alle weiteren Interessierten, die die Zukunft von Bildung aktiv mitgestalten möchten. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Herausforderungen, innovative Lösungsansätze und die Frage, wie Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung bestmöglich unterstützt werden können.

Als Hauptreferent konnte Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach gewonnen werden. Der Sozialwissenschaftler beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen sowie den Themen Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe und kommunale Entwicklung. In seinem Vortrag „Kinder stärken, Schule öffnen: Impulse für eine sozialräumliche Bildungslandschaft“ greift er zentrale Gedanken des gemeinsam mit Aladin El-Mafaalani und Klaus Peter Strohmeier verfassten Buches „Kinder: Minderheit ohne Schutz“ auf. Darin beschreiben die Autoren Kinder als gesellschaftliche Gruppe, deren Interessen häufig zu wenig Beachtung finden. Kurtenbach zeigt auf, wie Schulen sich stärker im Sozialraum vernetzen, Familien einbeziehen und gemeinsam mit unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren, Bildungs- und Teilhabechancen nachhaltig verbessern können.

Auch die Workshops bieten wertvolle Impulse und werden von erfahrenen Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis gestaltet. Die Jugendwerkstatt Gifhorn stellt ihre langjährige Arbeit mit schulabstinenten Jugendlichen vor und informiert über Unterstützungsangebote sowie neue Ansätze im Umgang mit Schulabsentismus. Ellen Simon präsentiert mit der Werkstattklasse ein innovatives Bildungsprojekt, das alternative Wege des Lernens eröffnet. Prof. Dr. Ulrich Deinet, einer der bekanntesten Experten für Kinder- und Jugendarbeit im deutschsprachigen Raum, beleuchtet die Bedeutung von Beteiligung, Freiräumen und außerschulischer Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Dagmar Pflug gibt Einblicke in die praktische Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus und Jugendhilfe im Rahmen von JuKoS (Jugendhilfe im Kontext Schule). Ergänzt wird das Programm durch Marcus Lüpke, Medienpädagogischer Berater am Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), der aktuelle Entwicklungen rund um die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen sowie Möglichkeiten eines gelingenden digitalen Unterrichts vorstellt.

Der Fachtag bietet nicht nur die Möglichkeit, neue fachliche Impulse zu erhalten, sondern auch, sich mit Menschen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern zu vernetzen und gemeinsam über die Zukunft von Schule nachzudenken. Der Teilnahmebeitrag beträgt 40 Euro. Für ehrenamtlich Engagierte, JuLeiCa-Inhaberinnen und -inhaber sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinnütziger Organisationen ist die Teilnahme kostenfrei. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Anmeldungen sind hier möglich. 

Bei Fragen können Interessierte Anastasia Anastasiadou kontaktieren:
Telefon: 05371 82-805
E-Mail: anastasia.anastasiadou@landkreis-gifhorn.de

Das Präventionsbündnis für ein friedfertiges Gifhorn freut sich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer und einen inspirierenden Austausch darüber, wie Schule als Lern- und Lebensort noch stärker zu einem Ort der Bildung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit werden kann.

02.10.2026