Klimaschutz- und Energiemanagement
Der Klimawandel gehört zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Der Landkreis Gifhorn übernimmt Verantwortung und setzt sich aktiv für den Klimaschutz sowie die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ein. Gemeinsam mit den Kommunen und weiteren Partnern gestalten wir gemeinsam eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft für unsere Region. Mit der Beschlussfassung vom 15. April 2026 ist das Klimaschutzkonzept zur Umsetzung beschlossen.
Klimaschutz gemeinsam gestalten
Klimaschutz gelingt nur gemeinsam. Deshalb fördern wir den Austausch zwischen Kommunen, Unternehmen, Institutionen, Verbänden und der Bürgerschaft. Durch Kooperationen und regionale Netzwerke entwickeln wir gemeinsam Lösungen, die den Landkreis Gifhorn zukunftsfähig machen.
Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu aktuellen Projekten, Fördermöglichkeiten, Veranstaltungen und Maßnahmen des Klimaschutzmanagements sowie Websites für Bürgerinnen und Bürger zur Selbstrecherche.
Unsere Schwerpunkte
Die Arbeit des Klimaschutzmanagements konzentriert sich insbesondere auf:
- die Reduzierung von Treibhausgasemissionen
- die Steigerung der Energieeffizienz
- den Ausbau erneuerbarer Energien
- nachhaltige Mobilitätsangebote
- die Anpassung an die Folgen des Klimawandels
- die Umsetzung aktueller gesetzlicher Anforderungen
Dabei orientieren wir uns vorrangig an den Vorgaben des Niedersächsischen Klimagesetzes (NKlimaG), des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO).
Energiemanagement in kreiseigenen Gebäuden
Ein wichtiger Baustein des Klimaschutzes ist das Energiemanagement des Landkreises Gifhorn. Ziel ist es, den Energieverbrauch in den kreiseigenen Liegenschaften kontinuierlich zu senken und so zu optimieren, dass vorhandene Ressourcen effizient genutzt werden.
Für erste Gebäude wurde bereits ein Energiespar-Contracting-Modell (ESC) eingeführt, um Energieeinsparmaßnahmen gezielt und wirtschaftlich umzusetzen. Gleichzeitig werden die kreiseigenen Liegenschaften schrittweise mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. So erzeugt der Landkreis zunehmend eigenen klimafreundlichen Strom und leistet einen aktiven Beitrag zur Energiewende vor Ort.
Gemeinsam für eine nachhaltige Region
Der Landkreis Gifhorn baut auf starke regionale Partnerschaften und arbeitet eng mit den Städten, Samtgemeinden und Gemeinden um Kreisgebiet sowie mit dem Regionalverband Großraum Braunschweig und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) zusammen. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für einen wirksamen Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung unserer Region.
Informieren Sie sich über unsere Projekte und Angebote - und gestaltzen Sie en Klimaschutz im Landkreis Gifhorn mit.
Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Landkreis Gifhorn
Informationen zu Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Landkreis Gifhorn
Nachstehend erhalten Sie weitere Informationen zu Photovoltaik-Freiflächenanlagen (PV-FF-Anlagen) im Landkreis Gifhorn:
Erneuerbare Energien
Umsetzung des Photovoltaik-Konzepts
Heute sind bereits einzelne kreiseigene Gebäude mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Die Errichtung von weiteren Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten kreiseigenen Liegenschaften zur Stromerzeugung ist geplant.
Die Abteilung 8.1 Zentrale Gebäudewirtschaft des Fachbereichs Bauwesen und das dort ansässige Klimaschutzmanagement koordinieren die Umsetzung des Photovoltaik-Konzepts.
Kommunales Energiemanagement
Kommunales Energiemanagement
Für alle kreiseigenen Liegenschaften ist ein verwaltungsinternes Energiemanagement im Aufbau, so dass ein Datencontrolling und eine Qualitätssicherung im Hinblick auf Energieberichte und energetische Sanierungen gewährleitest werden kann.
Das Energiemanagement garantiert die systematische und strategische Koordinierung von Beschaffung, Wandlung, Verteilung und Nutzung von Energie (Wärme, Licht, Strom, Luft, Wasser) zur Deckung der Anforderungen unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Zielsetzungen (siehe VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.-Richtlinie 4602). Zentrale Prämisse ist die Energieeffizienz. Fachliche und organisatorische Grundlagen hierfür sind ein dauerhaftes, kontinuierliches Energiecontrolling und eine daraus abgeleitete stetige Betriebsoptimierung.
Das Energiemanagement leistet die notwendige fachliche Grundlage, um effektive Klimaschutzmaßnahmen im Bereich der Gebäudewirtschaft bestimmen zu können.
Energiebericht für die Gebäude der kreiseigenen Liegenschaften des Landkreises Gifhorn
Auf der Grundlage des Niedersächsischen Klimagesetzes (NKlimaG) und mit dem Ziel der Optimierung der Energienutzung und einer Reduzierung der Verbräuche, ist es erstmalig die Pflicht für das Berichtsjahr 2022 einen Energiebericht zu erstellen.
Durch die Offenlegung der Energieverbräuche, betrachtet nach den einzelnen Energieträgermedien Strom, Wärme und Wasser, sollen mögliche Maßnahmen sichtbar werden, welche eine Senkung der Energiemengen und -kosten erzielen können.
Das Ziel des Landkreises Gifhorn ist, dass in den bevorstehenden zehn Jahren mindestens 10 % der aktuell benötigten Energiemengen eingespart werden.
Grundlage hierfür ist eine stetige Erfassung der Verbrauchsmengen.
Nähergehende Informationen finden Sie auch auf den folgenden Seiten:
- 231223_GIF_Energiebericht_2022und 231208_GIF_Energiebericht_2022_Anhang_2_E1
- Energiebericht 2023 (PDF, 8.6 MB)
- Energiebericht 2024
Weitere Energieberichte folgen...
Energiespar-Contracting
Energiespar-Contracting (ESC)
Der Landkreis Gifhorn hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Beauftragung von Investitionen in eine effizientere Energieversorgung zukünftig eine Reduzierung des Energiebedarfs zehn ausgewählter Liegenschaften zu bewirken und auf diese Weise sowohl Treibhausgas-Emissionen zu senken als auch finanzielle Einsparungen zu erwirken.
Der Gedanke des ESC besteht darin, dass individuell auf einen Gebäudebestand zugeschnittene Effizienzmaßnahmen durch einen Dienstleister identifiziert werden mit dem Ziel, Energie, Emissionen und Kosten einzusparen. Wesentlicher Ansatz des ESC ist nicht nur die unmittelbare Investition in technische Anlagen als solche, sondern vielmehr die ganzheitliche Optimierung eines neuen oder bestehenden Anlagenbestandes im Sinne des Lebenszyklus-Gedankens. Der Dienstleister plant, baut und überwacht die ihm übertragenen Anlagentechniken und optimiert diese kontinuierlich über einen mehrjährigen Vertragszeitraum. Hierfür garantiert der Dienstleister dem Landkreis vertraglich eine Energiekosteneinsparung gegenüber dem bisherigen Niveau. Für seine getätigten Investitionen und Dienstleistungen erhält der Dienstleister einen Teil der Einsparungen und refinanziert so seinen Aufwand.
Für dieses innovative Großprojekt konnte als Ergebnis der öffentlichen Ausschreibung die E1 Energiemanagement GmbH aus Nürnberg gewonnen werden.
Im Jahr 2022 startete der Umbau der gebäudetechnischen Anlagen in den Liegenschaften, so dass in den kommenden Jahren die geplanten Einsparungen wirksam werden. Es wurden auf den Gebäudebestand zugeschnittene Effizienzmaßnahmen durch den Dienstleister realisiert, wie zum Beispiel die Installation von Blockheizkraftwerken, Heizungspufferspeichern, Hocheffizienzpumpen, zusätzlichen Energiezählern, Raumtemperaturfühlern, Funk-Thermostatventilen, LED-Leuchten und wassersparenden Durchflussbegrenzern an Waschbecken.
Im Rahmen des ESC wurden bisher Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 310 Kilowatt-peak auf den Dächern der kreiseigenen Liegenschaften installiert. Weitere Anlagen mit einer Leistung von rund 180 Kilowatt-peak sind für das Jahr 2025 geplant. Im besten Fall können so jährlich bis zu 490.000 Kilowattstunden erneuerbare Energie erzeugt und gleichzeitig etwa 186 Tonnen Treibhausgas-Emissionen pro Jahr vermieden werden.
Die Abteilung 8.1 Zentrale Gebäudewirtschaft des Fachbereichs Bauwesen und das dort ansässige Energiemanagement koordinieren dieses Projekt.
Arbeitsmaterialien zum Klimaschutz
Auf dieser Seite erhalten Sie öffentlich zugängliche Arbeitsmaterialien und Tools, die von verschiedenen wissenschaftlichen und kommunalen Organisationen zum Klimaschutz bereit gestellt werden. Wenn Sie auf die jeweiligen Überschriften klicken, werden Sie direkt weitergeleitet zu den Webseiten und Downloads.
Masterplan 100% Klimaschutz
Der Regionalverband Großraum Braunschweig hat mit seinem Masterplan 100 % Klimaschutz die konzeptionelle Grundlage geschaffen, die anspruchsvollen Klimaziele der Bundesregierung auf seinem Verbandsgebiet erreichen zu können.
Regionale Klimaanalyse für den Großraum Braunschweig
Ziel der Regionalen Klimaanalyse ist es, Klimagefahren für den Großraum Braunschweig aufzuzeigen und geeignete Maßnahmen für die Planungspraxis des Regionalverbandes zur Abmilderung des Klimawandels zu entwickeln. Für die Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsprogramms wurden mit dem Projekt REKLIBS aktuelle und belastbare Klimadaten erarbeitet mit dem Stand von 2019.
Darüber hinaus finden Sie beigefügt eine Übersicht zum Thema Grundwasser:
Der Regionalverband Großraum Braunschweig hat 2013 in Kooperation mit den Kommunen der Region und finanzieller Unterstützung durch den Netzbetreiber Avacon und der Allianz für die Region den SolarDachAtlas Großraum Braunschweig eingerichtet.
Praxisratgeber Klimagerechtes Bauen
Der „Praxisratgeber Klimagerechtes Bauen – Mehr Sicherheit und Wohnqualität bei Neubau und Sanierung“ des Deutschen Instituts für Urbanistik, der unter Schirmherrschaft des Deutschen Städtetages im Auftrag der Schwäbisch Hall-Stiftung „bauen wohnen leben“ entstanden ist, steht allen Interessierten kostenlos als Online-Fassung zur Verfügung.
Klimaangepasste Gebäude und Liegenschaften
Die Publikation des Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung (BBSR) soll Planenden, Architektinnen und Architekten sowie Eigentümerinnen und Eigentümern Entscheidungshilfen und konkrete Lösungsvorschläge an die Hand geben, die bei der Erstellung einer klimaangepassten Architektur unterstützen.
Mobilikon - Nachschlagewerk für Mobilitätslösungen
Mobilikon ist ein Online-Nachschlagewerk für passgenaue Mobilitätslösungen vor Ort. Die Inhalte basieren auf Forschungsprojekten, Modellvorhaben, Fachpublikationen und Interviews mit Expertinnen und Experten aus der Praxis, von Verbänden, Behörden und Unternehmen. Kommunen finden hier auf ihre spezifischen Herausforderungen abgestimmte intelligente und nachhaltige Maßnahmen in vier Kategorien.
Mit dem StandortTOOL wird der bedarfsgerechte Ausbau der elektromobilen Infrastruktur verbessert, da es für Investoren sowie Kommunen eine Grundlage bei der Entscheidung über geeignete Standorte schafft. Darüber hinaus plant das StandortTOOL den Ausbaubedarf der Tankstelleninfrastruktur für H2, LNG & CNG. Das TOOL fokussiert sich auf den Pkw-Verkehr, kann aber auch den Nutzfahrzeugbereich abdecken und Synergien zwischen den verschiedenen Anwendungen identifizieren.
Das FlächenTOOL hat zum Ziel sowohl liegenschaftsanbietenden, als auch liegenschaftssuchenden Personen und Organisationen eine geeignete Plattform für den Ausbau der Elektromobilität zu bieten.